Getreidespeicher der historischen Cantillon-Brauerei in Brüssel ( 2001)
Als älteste Brauerei der Welt gilt die seit 1040 tätige Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan in Freising-Weihenstephan . Die älteste Klosterbrauerei der Welt befindet sich in dem Kloster Weltenburg in Kelheim/Altmühltal ; sie ist seit 1050 in Betrieb.
In Weihenstephan liegt auch die einzige Fachhochschule Deutschlands, in der man Brauereiwesen studieren kann; einen entsprechenden Studiengang bieten jedoch auch einige Universitäten an, so beispielsweise die Technische Universität Berlin, die auch eine Versuchs- und Lehranstalt für Brauereiwesen (VLB) betreibt.
Die größte Brauerei auf dem Kontinent lag Ende des 19. Jahrhunderts in Schwechat bei Wien, einige andere große Brauereien befanden in Wien und München. Die global größten Brauereien befanden sich damals jedoch in England.
In dem Gebiet der deutschen Brausteuergemeinschaft (hierzu gehörten nicht mit: Bayern, Würtemberg , Baden, Elsaß-Lothringen und Luxemburg) waren 1879 insgesamt 12.742 Brauereien vorhanden, von denen 10.117 gewerbliche und 1.750 nicht gewerbliche, zusammen also 11.867 in Betrieb waren, während 875 ruhten.
Während in dem Jahre 1872 in 14.157 Brauereien 16.102.179 Hektoliter Bier erzeugt wurden, so wurden in dem Jahre 1878/79 in ca. 11.867 Brauereien 20.371.925 Hektoliter Bier gebraut. Für das gesamte Deutsche Reich wurde das erzeugte Bierquantum in diesem Jahr auf rund 38.464 Tausend Hektoliter angegeben.
Österreich-Ungarn produzierte 1879 in 2.297 Brauereien 1.1180.681 Hektoliter Bier, gegen 1878 um 142.763 Hektoliter weniger. Was die übrigen Länder anlangt, so produzierten in Hektolitern Großbritannien und Irland: 45.000.000, Belgien: 7.866.000, Frankreich: 7.500.000, Rußland: 2.214.000, Holland: 1.528 Tausend Hektoliter.
In den Vereinigten Staaten, wo man sich Ende des 19. Jahrunderts ca. auf die Erzeugung von Porter und Ale beschränkte, verbreitet sich langsam die Brauerei von bayrischen und österreichischen Biersorten; es waren dort 1875 schon 2.783 Brauereien tätig.
Auch in Brasilien und in Japan existierten schon in dem letzten Jahrhundert einzelne Brauereien; das Brauereiwesen gelangte über das deutsche Kolonialengagement auch nach China, boch heute aktiv ist die Brauerei in Tsingtao.
Nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung wurden nahezu alle Ost-Brauereien von westdeutschen oder ausländischen Investoren übernommen, so beispielsweise die Köstritzer Schwarzbierbrauerei von der Bitburger Brauerei, die Brauerei Potsdam von der Berliner Kindl-Brauerei, die Brauerei Jena von der Warsteiner Brauerei, die Schloßbrauerei Gotha von der Oettinger Bier-brauhaus, die Feldschlößchen Brauerei Chemnitz von der Mönchshof-Brau Kulmbach, die Hasseröder Bierbrauerei Wernigerode von der Gilde Brauerei Hannover usw.
Seit Mitte der 90er Jahre ist die Zahl der Brauereien in Deutschland weitgehend konstant geblieben; 1995 gab es 1.282 Brauereien. Während die Zahl der
kleinen Brauereien mit bis zu 5 Tausend Hektoliter Jahreserzeugung, zu denen auch die Gaststättenbrauereien zählen, kontinuierlich stieg (von 643 Brauereien 1995 auf 782 Brauereien in 2002), sank die Zahl der Brauereien mit einer Jahreserzeugung von 5 Tausend Hektoliter bis 500 Tausend Hektoliter deutlich von 585 in dem Jahr 1995 auf 445 in dem Jahr 2002. Die Zahl der Großbrauereien mit mehr als 500 Tausend Hektoliter blieb weitgehend konstant (54 in dem Jahr 1995, 52 in dem Jahr 2002).
Im Jahr 2002 stellten nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Deutschland 1.279 Brauereien Bier nachdem deutschen Reinheitsgebot vom 23.04 1516 her (der 23. April ist der [[Tag des Deutschen
Bieres]]). Die Hälfte der Brauereien (640) befand sich in Bayern, mehr als 100 Brauereien gab es noch in Baden-Württemberg (177 Brauereien) und Nordrhein-Westfalen (119).
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